Chronik - Feuerwehr Büsum

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Chronik

Über uns

Chronik der Freiwillige Feuerwehr Büsum
Gegründet 1884

Freiwillige Feuerwehr Büsum im Wandel der Zeiten

Große Erschütterungen politischer und wirtschaftlicher Art haben in den letzten Jahrzehnten manche Veränderung unseres gesellschaftlichen Gefüges hervorgerufen. Das alles konnte jedoch die im Jahre 1884 gegründete Freiwillige Feuerwehr nicht anfechten. Sie ging ihren geraden Weg als uneigennützige Dienerin der Büsumer Ortsgemeinschaft, half, wo sie eingesetzt wurde, und war stets zur Stelle, wenn Feuers- oder Wassernot ihren Einsatz erforderlich macht.

Bevor es zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in Büsum kam, hat es schon lange Einrichtungen zur Brandbekämpfung gegeben. So wurde bereits im Jahre 1462 die Büsumer Brandgilde gegründet, ein Vorläufer der heutigen Feuerversicherungen. Bis zum 19. Jahrhundert fehlen genaue Nachrichten über das Vorhandensein einer organisierten Feuerabwehr in Büsum. Erst im Jahre 1865 wird das Existieren einer Feuerwehr-Handspritze, von Löscheimern und Brandhaken erwähnt. Aus dem Jahre 1866 ist überliefert, das für die Gestellung eines Gespanns zur Beförderung der Feuerspritze bei Tag 5 Taler und nachts 7 Taler und 8 Schilling vergütet wurden.
Im Gründungsprotokoll, das noch im Original vorhanden ist, heißt es, das auf Veranlassung der Obervollmacht Johann und des Brandkommissars G. Johannsen sich 34 Büsumer Bürger zusammentaten, um eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Das erste Kommando bestand u. a. aus Oberwachtmeister a. D. Lindemann als Hauptmann und dann Tischler Johann Thiessen als Vizehauptmann. Vom Kirchspiel erhielt die Wehr 400 Mark für die erste Einrichtung und von der Sparkasse als zinsloses Darlehen auf 5 Jahre den gleichen Betrag. Bereits 1885 gab es 44 passive Mitglieder.
Die Alarmierung der Wehr erfolgte vor Anschaffung der Signalhörner durch Läuten der »Betglocke«, die aber oft von Büsumer Jungen mutwillig und unberechtigt gezogen wurde. Darüberhinaus erhielt der Feuerwehrhauptmann einen Schlüssel zum Kirchturm, um sich bei Alarm über die Lage der Brandstelle unterrichten zu können. Heute wird die Feuerwehr über Funkmeldeempfänger und Sirene alarmiert. Ausgestattet ist sie darüberhinaus mit moderner Funktechnik.
Schon im ersten Jahr des Bestehens wurde die Wehr zum Schadenfeuer auf den Hof Kahlke nach Hedwigenkoog gerufen und konnte sich vorbildlich bewähren. Auch in den folgenden Jahren waren manche Einsätze zu bestehen. Wenn auch seit der Gründung sich das Einsatzspektrum von der reinen Brandbekämpfung hin zum Bereich der Hilfeleistungen gewandelt hat, so ist sie in der Lage, alles abzudecken.
Nach dem verhängnisvollen Ausgang des Zweiten Weltkrieges wurde auch die Freiwillige Feuerwehr neu organisiert. Ihrer Tradition entsprechend war ihr Ausbildungsstand unter dem neuen Wehrführer Johann Warnsholdt schnell wieder auf der alten Höhe. Die Ausrüstung der Wehr wurde und wird laufend dem technischen Fortschritt angepasst. Die gute Zusammenarbeit zwischen der Gemeindevertretung und der Feuerwehr hat sich bis zum heutigen Tage bewährt und fand ihren Niederschlag darin, daß fast alle notwendigen Beschaffungen vorgenommen werden konnten.
Anläßlich der 75-Jahr-Feier im Jahre 1959 wurde das Gerätehaus in der Westerstraße (heutige Gastwirtschaft »Zum Spritzenhaus«) erweitert. 1967 wurde ihr durch die Gemeinde ein größeres Gerätehaus in Aussicht gestellt. Durch den Neubau des Gymnasiums war das alte Gebäude frei geworden und sollte umgebaut werden. Durch weitere Um- und Ausbauten in den Jahren 1974, 1980 und 1989 hat das Feuerwehrgerätehaus sein heutiges Aussehen erhalten.
Ein großes Ereignis hatte sich zu Beginn der Jahres 1962 angekündigt. Unter Leitung von Wehrführer Johannsen und Brandmeister Kurt Bruhn wurde am 16. 1. 1962 die erste Jugendwehr des damaligen Kreisfeuerwehrverbandes Norder-Dithmarschen in Büsum gegründet.
Um den Ausbildungsstand der Wehr zu beweisen, stellte sich die Freiwillige Feuerwehr den Leistungskommission des Kreisfeuerwehrverbandes und erwarb mehrere Leistungsplaketten.
Unter großer Beteiligung der Nachbarwehren, der Bevölkerung und der in Büsum weilenden Gäste wurde die Fahne der Feuerwehr am 27. 8. 1968 vor dem Rathaus von Kreisbrandmeister Heinz Bruhn geweiht.
Die Wehr verfügt heute über ein geräumiges Feuerwehrgerätehaus mit Schulungsraum und Wohnung für einen der Gerätewarte. Der Personalbestand am 31.12.2002 belief sich auf 60 aktive Mitglieder, 24 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 16 Ehrenmitglieder.



Die Wehr wurde geführt von :

1884 – 1891 Hauptmann Lindemann
1891 – 1897 Hauptmann P. Hausschildt
1897 – 1901 C. Johs. Ohlen
1901 – 1910 W. Kühlsen
1910 – 1921 M. Fr. Clausen
1921 – 1934 Otto Johannsen
1934 – 1936 Hugo Ehrich
1936 – 1945 Magnus Thiessen
1945 – 1948 Bruno Ehrhardt
1948 – 1959 Johann Warnsholdt
1959 – 1970 Georg Johannsen
1970 – 1991 Hans Hartmann
1991 – 2006 Karl-Otto Genthe

2006 – heute Andreas Genthe

Der Fahrzeugbestand umfasst :

1 Löschgruppenfahrzeug        LF 16/12    (Baujahr 1995)
1 Löschgruppenfahrzeug        LF 8/6        (Baujahr 1999)
1 Gerätewagen Nachschub    GW-N         (Baujahr 2003)
1 Drehleiter                           DLK 23/12 (Baujahr 1994)
1 Einsatzleitfahrzeug             ELW1        (Baujahr 2000)
1 Mannschaftstransportwagen MTW       (Baujahr 2001)

1 Pulveranhänger 250 kg                       (Baujahr 1968)
1 Merzweckanhänger Pritsche MZA       (Baujahr 1986)
1 Merzweckboot - Ölwehr                      (Baujahr 2006)

1 Ölschaden Anhänger - Ölwehr ´          (Baujahr 2011)

Alle aktiven Mitglieder und die Mitglieder der Jugendfeuerwehr verfügen neben der Ausgehuniform alle über Schutzkleidung. Wenn auch die Generationen gewechselt haben, der alte Feuerwehrgeist ist in all den Jahren des Bestehens der Wehr der gleiche geblieben. Immer, wenn Not am Mann war, waren die Frauen und Männer der Wehr schnellstens zur Stelle. Darum genießen sie auch das besondere Vertrauen und die ihnen gebührende Hochachtung bei den örtlichen Gremien, den Verbänden, den Vereinen und besonders bei der Bevölkerung.


Gruppenfotos früher bis heute


Fahrzeuge früher bis heute   Link zu den aktuellen Fahrzeugen

 
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